Den Ideenreichtum, die Visionen und die Kreativität unserer jungen Nachwuchstalente unterstützt der Förderverein proRWTH seit vielen Jahrzehnten. Zur 100-jährigen Benefizgala von proRWTH wurden 37.500 € an den Collective Incubator e. V. gespendet.

Von Studierenden für Studierende mit Chance auf internationalen Erfolg

Im Team des Collective Incubator arbeiten Studierende aus den unterschiedlichsten Fachbereichen Seite an Seite, um die gemeinsame Vision vom nächsten großen Ding zu verwirklichen. Das Team von aktuell fast 40 Studis hat es sich zur Aufgabe gemacht, jungen Start-ups, studentischen Initiativen oder einfach nur guten Ideen einen Raum zur Entfaltung zu bieten. Das bedeutet zum einen, diese Projekte mit notwendiger Beratung im Umgang mit der Bürokratie und auf Rechts- und Finanzierungsseite zu unterstützen. Zum anderen bietet ihnen das wachsende Netzwerk, zu dem auch zunehmend große Unternehmen gehören, wertvolle Kontakte.

Raum und mehr: eine Community , die sich als Kollektiv versteht

Das Herzstück des Collective Incubator ist ein Co-working Space zur Umsetzung vielversprechender Projekte. Dieser Raum soll Teams ohne Eintrittshürden zur Verfügung stehen und die Möglichkeit bieten, eigene Ideen in die Wirklichkeit umzusetzen. Daher ist der Zugang kostenlos und 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche gegeben. Die Community versteht sich nicht zuletzt durch diese Angebote auch als solche: eine Community, die sich gegenseitig unterstützt und eng zusammenarbeitet. Genau so entstehen Innovationen. Als 2020 klar wurde, dass mit Mitteln des Förderprogramms Exzellenz Start-up Centers.NRW in Millionenhöhe ein riesiger Co-working Space mit einer Werkstatthalle geschaffen werden kann, hat das Team die Initiative ergriffen und ein temporäres Collective Incubator Pop-up mit Büros, Konferenzräumen und Event- sowie Community-Flächen am Aachener Hauptbahnhof geschaffen, um das Konzept vorab auf rund 700m2 auszuprobieren. Mit großem Erfolg: bereits innerhalb des ersten Jahres ist die Community auf über 100 studentische Projekte, Initiativen und Start-ups angewachsen.

Dazu gehört zum Beispiel auch das Projekt Tachyon Hyperloop, das 2020 von Studierenden der RWTH Business School mit Unterstützung des Collective Incubator gegründet wurde. Das durch einen Wettbewerb von Tesla-Chef Elon Musk ins Leben gerufene Mobilitätskonzept sieht Reisen mit nahezu Schallgeschwindigkeit durch eine Kombination von Magnetschwebebahn und Vakuumröhre vor. Zu den Erfolgen des ambitionierten Teams zählen der Gewinn  einiger großer Konzerne, die den Verein unterstützen, und eine eigene Teststrecke für Versuche mit dem Hochgeschwindigkeitsvehikel.

Für technische Themen und Gründertum begeistern

Regelmäßig organisiert der Collective Incubator Events, in denen es um die Themen Technik, Innovation und Gründertum geht. Bei den TechTalks kommen Pioniere und Experten zu Wort und erklären Funktionsweise und Anwendungsmöglichkeiten neuer Technologien. Dabei reicht die Bandbreite von Drohnen über Medizintechnik bis hin zu Anwendungsfeldern Künstlicher Intelligenz. Mit dem internationalen Innovationskongress ATEC X richtet der Collective Incubator in Zusammenarbeit mit der RWTH Innovation eine der größten Kongresse Deutschlands in Sachen Innovation und Entrepreneurship aus. Als Speaker waren 2020 unter anderem Top-Athlet und Gründer Jan Frodeno, Frank Thelen und NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart dabei. Insgesamt nahmen an dem digitalen Event über 2.200 Interessierte teil.

Den Bogen geschlagen, von Gründerzeit bis zur industriellen Post-Moderne

Ende dieses Jahres erfolgt der nächste Schritt. Auf dem Industriegelände des ehemaligen Elektronikkonzerns Gabe, Lahrmeyer & Co. KG im Aachener Norden bezieht der Collective Incubator auf 4.000m2 eine alte Fabrikhalle aus der Gründerzeit der 1890er Jahre. Mit ihm wird das Areal rund um die Jahrhunderthalle in einen Innovationscampus umgewandelt, den Jahrhundertcampus. Es entstehen Werkstätten für zahlreiche Fachbereiche, Büro- und Konferenzräume sowie ein Film- und Tonstudio.

Der Collective Incubator ist stets auf der Suche nach Unternehmenspartnern und neuen spannenden Ideen, die es umzusetzen gilt. So sollen hier durch enge Kooperationen auch Start-ups aus Unternehmen heraus gegründet werden. Studierende sollen dabei künftige Arbeitgeber und Praxisarbeit bereits im Studium kennenlernen können. Der Collective Incubator steht noch am Anfang, aber kann schon jetzt vielversprechende Erfolge vorweisen. Er ist auf dem besten Wege einer der größten Tech-Inkubatoren Europas zu werden. Und wer weiß, vielleicht entsteht das nächste große Unternehmen dann in Aachen.

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Ihr Kontakt: Kristin Röhling, Mitglied des Vorstands

E-Mail: info@collective-incubator.de

Text: Lennart Hoffmann und David Beumers | Foto: Collective Incubator